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Nachbericht

16.02.20

"Die Mannschaft war sehr selbstkritisch"

Natürlich freute sich HSV-Trainer Dieter Hecking über den späten Punktgewinn in Hannover, war aber dennoch nicht zufrieden. Diese Einschätzung teilte auch sein Team, wie der Coach am Sonntag verriet.

Es gab ordentlich Gegenwind, als sich das Team des HSV am Sonntagvormittag zum Spielersatztraining auf die Plätze neben dem Volksparkstadion begab. Der Sturm blies und machte den Rothosen ähnlich zu schaffen wie der 0:1-Rückstand am Tag zuvor beim Nordduell in Hannover. Aber auch den hatten die Männer von Trainer Dieter Hecking gut weggesteckt, sich ins Spiel zurückgebracht und in der Nachspielzeit durch den Treffer von Joel Pohjanpalo zumindest einen Punkt auf die Heimreise gen Hansestadt mitgenommen. Ob er mit diesem einen Zähler aufgrund des späten Zustandekommens des Ausgleichs zufrieden war, oder ob er aufgrund der Vielzahl an Großchancen zwei verlorenen Punkten nachweinte - diese und ähnliche Fragen stellten sich Hecking, als er im Anschluss an das sonntägliche Training den Hamburger Medienvertretern Rede und Antwort stand. Hierbei sprach Dieter Hecking über...

... das Remis in Hannover: Am Ende war dieses 1:1 aufgrund des späten Treffers ein gewonnener Punkt. Wir hätten es aber gar nicht erst soweit kommen lassen müssen. Hannover hat es zwar deutlich besser gemacht als in den letzten Woche, dennoch war es nicht so, dass wir großartig unter Druck geraten wären, 96 hat im Endeffekt nur zweimal ernsthaft aufs Tor geschossen. Vielmehr hatten wir eigentlich alles im Griff - und das ist das, was es zu kritisieren gilt. Denn wir haben dem Gegner durch einige leichte Fehler und Unsicherheiten signalisiert, dass für sie vielleicht doch was geht. Das habe ich moniert, die Mannschaft war diebezüglich aber auch sehr selbstkritisch.

... den erneut aufgeholten Rückstand: Es ist schade, dass wir wie schon häufiger wieder so einen Wachrüttler brauchten, dennoch spricht es natürlich für die Mannschaft, dass sie es schafft, nach dem 0:1 den Schalter so umzulegen. Die Spieler haben einen top Charakter, sie glauben an sich und ihren Chance und versuchen alles. Uns hat in diesem Fall leider nur die Effektivität gefehlt, denn wir hatten nach dem 0:1 vier hundertprozentige Chancen, ehe wir den späten Ausgleich machen. Eigentlich hätten wir dieses Spiel trotz des Rückstands gewinnen müssen.

... seinen Last-Minute-Torschützen Joel Pohjanpalo: Joel hat jetzt bei seinen letzten beiden Joker-Einsätzen getroffen, das ist natürlich sehr erfreulich und man sieht, dass sich dieser Transfer gelohnt hat. Aber auch Lukas Hinterseer macht es sehr gut, er hat zuletzt gegen den KSC doppelt getroffen und in den fünf vorangegangenen Spielen fünf Tore erzielt. Ich bin sehr froh, dass ich beide Spieler im Team habe, wir werden diese breite Qualität im Kader in den kommenden Wochen brauchen.

... sein Rückrunden-Zwischenfazit: Wenn wir die bisherige Rückrunde betrachten, die ja bereits im Dezember mit dem Auswärtsspiel bei Darmstadt 98 gestartet ist, dann haben wir aus den bislang absolvierten fünf Spielen elf Punkte geholt, sind ungeschlagen und das erfolgreichste Team der Liga in dieser Zeit. Das ist sehr in Ordnung. Wir sehen es aber jedes Wochenende, dass die Konkurrenz ebenfalls punktet und ich kann nicht erkennen, dass die anderen Teams nachlassen. Damit ist auch nicht zu rechnen, insofern bleibt es eng und spannend und wir müssen Woche für Woche unsere Leistung abrufen, um Punkte zu sammeln und oben dabei zu bleiben.

... die aktuelle Personallage: Jeremy Dudziak hat sich in Hannover schwer verletzt, auch wenn es glücklicherweise nicht der befürchtete Kreuzbandriss ist. Das war Glück im Unglück, dennoch wird er uns für unbestimmte Zeit fehlen. Wer ihn auf der Achterposition ersetzen wird, darüber entscheidet unsere Vorbereitung auf das St. Pauli-Spiel, die ab Dienstag beginnt. Auch Adrian Fein wird nach seinem Jochbeinbruch im Derby noch nicht wieder dabei sein. Ich denke aber, dass Gideon Jung ihn sehr gut vertreten hat, er hat eine gute Körperlichkeit in unser Spiel gebracht und hat es auch insgesamt sehr, sehr ordentlich gemacht.

... das anstehende Derby: Derbys sind immer besondere Spiele, das betrifft gar nicht nur unser Spiel gegen den FC St. Pauli, sondern alle Paarungen dieser Art. Da geht es nicht darum, wer gerade eine bessere Phase hat, denn in diesem einen Spiel ist immer alles möglich, deshalb muss man dieses Duell auch vom normalen Ligabetrieb losgelöst betrachten. Zumal St. Pauli Druck hat, sie wollen sich mit aller Macht von unten lösen und werden aufgrund des nicht gewonnenen Heimspiels gegen Dresden auch mit einer gewissen Wut im Bauch und der nötigen Einstellung zu uns ins Stadion kommen. Die werden wir aber auch haben, denn wir brauchen die Punkte - und wir haben zudem nicht vergessen, dass wir das Hinspiel verloren haben.

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